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Weiterlesen: Optische Epilation, Elos-Technologie

IPL-Systeme

Eine hochenergetische Lichtquelle kommt auch in der IPL-Technologie zum Einsatz. Im Unterschied zu den Lasersystemen mit jeweils einer ganz bestimmten Wellenlänge, emittieren IPL-Systeme das komplette Spektrum einer Xenon-Lichtquelle. Xenonlampen besitzen ein relativ breites und ausgewogenes Spektrum. Dieses wird dann mit Hilfe von Filtern auf den für die Behandlung erforderlichen und wirksamen Wellenlängenbereich eingegrenzt (meist 640-950 nm), damit möglichst nur der Haarfarbstoff Melanin erhitzt wird, nicht aber das Gewebe. IPL steht für "Intense Pulsed Light", zu Deutsch: hochenergetische Blitz- oder Entladungslampe.

Das Wirkprinzip von IPL ist ganz ähnlich dem der Laser. Das gepulste Licht wird vom Haarfarbstoff Melanin absorbiert und erhitzt so selektiv die Haarwurzel. Auch durch IPL können nur Haarwurzeln zerstört werden, die sich in der Wachstumsphase befinden. Für das Epilationsergebnis spielen die Intensität des Haarwuchses und das behandelte Körperareal ebenfalls eine Rolle.

Die Handhabung der IPL-Systeme erfordert viel Wissen und Erfahrung, da zahlreiche Parameter: Wellenlänge, Energiedichte, Impulsdauer und Impulssequenz passend zur Beschaffenheit von Haut und Haaren ausgewählt werden müssen.

Die zu Behandelnden sollten möglichst ungebräunt sein, da sonst vorübergehend helle Flecken (Hypopigmentierungen) oder Hautreizungen auftreten können.

Auch die IPL-Epilation ist nicht ganz schmerzfrei. Mit einem leichten Stechen und anschließendem Brennen muss gerechnet werden. Nach der Behandlung kann die Haut anschwellen und sich röten. Anschließende Kühlung ist deshalb notwendig. Ebenfalls nicht auszuschließen ist die Bildung von Krusten, die innerhalb von fünf bis zehn Tagen abheilen sollten. Helle oder dunkle Pigmentflecken gleichen sich meist der umgebenden Haut wieder an. Wie lange dies dauert ist individuell verschieden, es kann ein längerer Prozess zumeist von Wochen, selten von Monaten sein. Sonne und Solarium müssen 4 bis 6 Wochen vor und nach der Behandlung unbedingt gemieden werden. UV-Schutz ist erforderlich.

Mit einer Sitzung ist es auch bei den IPL-Systemen nicht getan. Man sollte sich auf wenigstens fünf bis 10 Termine jeweils im Abstand von sechs bis zehn Wochen einstellen.

Auch dieses Verfahren wirkt nur bei dunkleren Haaren. Haare ohne Melanin (weiße Haare, Flaumhaare) sprechen auf die Behandlung nicht dauerhaft an. Die Behandlungsfläche von Blitzlampen ist größer als die von Lasern.

Neuere IPL-Systeme besitzen eine aktive Hautkühlung und die Pulse können reguliert werden. Das macht eine hautschonendere Verödung der Haarwurzel möglich.

Stand: 28.04.2009
Autor(en): Redaktion haut.de
Quellenverzeichnis

Weiterlesen: Optische Epilation, Elos-Technologie

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