Archiv | Schön bunt … oder eher natur

Schön bunt … oder eher natur

17. Februar 2011 | Allergien, Haarfärbung, Haarstyling, Kosmetik-Sicherheit

Das menschliche Bestreben, sich jeweils bestmöglich zu präsentieren, zeigt sich unter anderem auch am Styling der Frisur. Dabei lässt der Wertewandel heute gerade auch bei der Haarfarbe die farbenfrohe Selbstgestaltung für alle zu. Dieser Hintergrund spiegelt sich auch in der Veränderung des Produktangebots wider. Eindeutig ist der Trend, hin zu auswaschbaren Tönungen und oxidativen Softhaarfarben mit ungewöhnlichen Farbnuancen für die modisch Mutigen bei gleichzeitiger Abnahme der Bedeutung von klassischen Haarfarben. Produkte für das Blondieren oder Färben einzelner Haarpartien oder Strähnen – zunächst als Modeerscheinung apostrophiert – sind mittlerweile ein fester Bestandteil des Marktes mit haarfarbenverändernden Mitteln. Rund ein Drittel aller Frauen in Europa und Nordamerika färbt sich die Haare, ebenso etwa zehn Prozent der Männer über 40 Jahre.

Für Haarfarben gelten hohe Anforderungen. Sie unterliegen strengen gesetzlichen Auflagen, die bei der Herstellung zu beachten sind. Wie alle kosmetischen Produkte, werden insbesondere auch die Haarfärbemittel von nationalen und internationalen Behörden sowie von Fachleuten wie Medizinern und Toxikologen einer wissenschaftlichen Bewertung unterzogen. Sie werden kontinuierlich auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit überprüft und überwacht. Dabei wurde belegt – wie die vielen Berichte der wissenschaftlichen Gremien zeigen – dass die einzelnen Inhaltsstoffe von Haarfärbeprodukten gesundheitlich unbedenklich sind. Zum Schutz der Allergiker werden alle Inhaltsstoffe kosmetischer Mittel auf der Außenverpackung aufgeführt, und bei besonderen Stoffgruppen – darunter fallen auch einige Haarfarbstoffe – wird ausdrücklich auf mögliche Allergien hingewiesen. Langjährige Marktbeobachtungen zeigten jedoch, dass die Zahl der allergischen Reaktionen durch Haarfärbemittel relativ gering ist.

Keine Krebsgefahr durch Haarfärbemittel. Die jetzt noch in Haarfarben eingesetzten Stoffe bergen, Experten zufolge, keine Krebsgefahr . „Ein Krebsrisiko durch Haarfärbemittel besteht für Verbraucherinnen und Verbraucher nicht“, sagte Prof. Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR) im Herbst 2009 bei einem Symposium in Berlin, bei dem rund 100 Vertreter aus Wissenschaft, Behörden, Industrie, Verbraucherverbänden und Medien zusammengekommen waren, um den wissenschaftlichen Sachstand zu Krebsgefahr und Sensibilisierungsrisiko zu diskutieren.

haut.de-Newsletter anmelden

Empfohlene Artikel: